Binance meldet Ersatz für 90 Prozent der gestohlenen Vermögenswerte; FBI ordnet Angriff Nordkorea zu

Binance zufolge sind 90 Prozent der im Oktober gestohlenen Vermögenswerte ersetzt. Das FBI führt den Angriff auf nordkoreanische Aktivitäten namens TraderTraitor zurück.

Illustration eines Börsentresors, der aus Reserven aufgefüllt wird, neben einem Reservenregister und einem pausierten Auszahlungspfeil

Binance erklärte am 31. Oktober, 90 Prozent der vom Sicherheitsvorfall am 29. Oktober betroffenen Vermögenswerte ersetzt zu haben. Zuvor waren es nach Angaben der Börse rund 80 Prozent. Binance hatte den Schaden zuvor auf etwa 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und will die finanziellen Folgen tragen. Die Zahlen stammen vom Unternehmen und sind nicht unabhängig überprüft.

Welche Vermögenswerte ersetzt wurden

Laut Binance sind BTC, ETH, USDT, BNB, SOL, USDC, XRP, USD1, RLUSD und ZEC vollständig gedeckt. Die übrigen betroffenen Token seien weniger liquide und brauchten beim Ankauf mehr Zeit. Binance nennt eigene Mittel, einen Teil des SAFU-Notfallfonds und einen Teil des Futures-Versicherungsfonds als Quellen. Ersatz bedeutet nicht, dass gestohlene Gelder zurückgeholt wurden; eingefrorene Gelder sind ebenfalls nicht automatisch zurückgewonnen.

Was der Reserve-Snapshot zeigt

Binance zufolge wurde der Reservenachweis mit einem Snapshot vom 31. Oktober um 00:00 UTC aktualisiert. Der vollständige Zero-Knowledge-Nachweis wird bis zum 3. November UTC erwartet; danach sollen Inhaber der zehn genannten Vermögenswerte ihre Guthaben anhand dieses Snapshots prüfen können. Eine Momentaufnahme beschreibt einen Zeitpunkt und keine laufenden Echtzeitreserven. Die vollständige Prüfung war laut Mitteilung vom 31. Oktober noch nicht verfügbar.

Auszahlungen: weiter ein Ziel, noch nicht bestätigt

Binance erklärte am 31. Oktober, die Wiederaufnahme der Auszahlungen am 1. November bleibe im Zeitplan; Einzelheiten sollen folgen. Die Mitteilung bestätigte keine Wiederaufnahme und garantierte keinen Zeitplan für einzelne Vermögenswerte oder Regionen. Den aktuellen Stand finden Nutzer in der offiziellen App oder auf der Website. Geben Sie Passwörter oder Bestätigungscodes nie heraus, wenn eine Nachricht danach fragt.

FBI benennt mutmaßliche Angreifer

Das FBI ordnete den Diebstahl am 31. Oktober nordkoreanischen Aktivitäten zu, die es TraderTraitor nennt, und veröffentlichte mit den gestohlenen Geldern verbundene Adressen. Die Täter hätten Vermögenswerte hauptsächlich in ETH getauscht und könnten diese über dezentrale Finanzdienste und Soforttauschdienste waschen. Adam Healy, der sich als Mitgründer einer Sicherheitsfirma bezeichnet, schrieb am 1. November auf X, entscheidend sei, ob Bridges und Tauschplattformen diese Gelder ablehnen, sobald Binance die Auszahlungen wieder öffnet. Die FBI-Zuordnung ist ein Ermittlungsergebnis, kein Gerichtsurteil.

Quellen

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